“Collecting Language Data Using Visual Stimuli” – Summer Term 2020 MA-Class in Cologne

In the sumer term of 2020, I will teach a class on “Die Erhebung von Sprachdaten mit visuellen Stimuli” (collecting language data using visual stimuli). This is part of the MA-programme in linguistics at the University of Cologne. At the end of this blog entry, you can find the German description and links to lists with English readings and resource sites . More information about resources for stimulus-creators (picture-databases, stimulus-archives, field-manual archives etc.) can be found in other pages of the experimentalfieldlinguistics-blog that I have just updated:

These two new additions deserve a special mention:

  • Lahaussois, and Marine Vuillermet (eds.). 2019. Methodological tools for linguistic description and typology (Language Documentation and Conservation SP 16). https://nflrc.hawaii.edu/ldc/sp16/

 

 

Course materials in German and English will be made available via this website in the summer.

Any suggestions for stimuli to include or any other exercises or tools for my students are more than welcome.

All the best data!

Sonja

 

Kursbeschreibung

Sowohl in der Psycholinguistik als auch in der linguistischen Feldforschung und Sprachdokumentation verwendet man neben Spontansprachaufnahmen und Fragebögen immer häufiger auch visuelle Stimuli, um Menschen zum Sprechen anzuregen und ihre Sprache aufzunehmen. Bei diesen Stimuli handelt es sich oft um Fotos, Zeichnungen oder Videos, die beschrieben werden sollen. Man setzt aber auch physische Objekte ein, um Sprachimpulse zu geben, z.B. Spielzeug, Haushaltsgegenstände oder Naturmaterialien.

In diesem Kurs werden wir diskutieren, wie man solche Stimuli gestaltet und verwendet, z.B. in kontrollierten Experimenten, in Sprachspielen und bei der Erhebung von narrativen Daten. Dabei werden wir verschiedene Archive für frei verfügbare Stimulusmaterialien kennenlernen, aber auch Software zur Bearbeitung oder Präsentation von Stimuli. Daher sollte nach Möglichkeit zu allen Sitzungen ein Laptop mitgebracht werden.

Zugleich werden wir lernen, wie man Stimuli so designt, dass sie alters- und kulturangemessen sind und man mit ihnen ausreichende Mengen von qualitativ hochwertigen und aussagekräftigen Daten für Einzelsprachuntersuchungen oder Sprachvergleichsstudien erheben kann. Dabei werden wir neben generellen Fragen zum Studiendesign auch diskutieren, wie man Befunde aus der Psycholinguistik beim Stimulusdesign nutzen kann. So werden wir uns z.B. mit Studien befassen, die untersuchen, wie Farb- oder Größenkontraste zwischen Objekten zum Gebrauch von Adjektiven anregen (kleines vs. große Huhn). Wir werden uns auch mit psycholinguistischen Studien auseinandersetzen, um herauszufinden, welchen Einfluss die Schreibrichtung in der untersuchten Kultur auf die Betrachtung und Beschreibung von Bildern hat.

Studienleistungen

Die Studienleistungen bestehen aus mehreren Hausaufgaben. Für die Hausarbeit soll ein eigener Stimulus entwickelt, beschrieben und pilotiert werden. Dabei können vorhandene Materialien kombiniert oder modifiziert werden. So kann man z.B. Einzelbilder aus einem Stimulusarchiv für ein Experiment verwenden. Man kann aber auch ein Storyboard für die Erhebung von narrativen Daten erstellen. Es können auch eigene Bilder, Videos, Spielzeuge oder andere Objekte gestaltet werden.

Literatur und Ressourcen

Zum Einstieg:

  • Eisenbeiss, Sonja. 2010. Production methods. In Elma Blom & Sharon Unsworth (eds.), Experimental methods in language acquisition research, 11-34. Amsterdam: John Benjamins.
  • Hellwig, Birgit. 2019. Linguistic diversity, language documentation and psycholinguistics: The role of stimuli. In Aimée Lahaussois & Marine Vuillermet (eds.), Methodological tools for linguistic description and typology (Language Documentation and Conservation SP 16), 5-30.

Literaturliste: https://experimentalfieldlinguistics.wordpress.com/readings/using-visual-stimuli-to-collect-language-data/

Weitere Literatur, Informationen und Tutorials zu Software und Experimentdesign sowie Links zu Stimulusarchiven findet man auf den folgenden Ressourcenseiten:

 

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